Nach einem letzten tiefen Atemzug gab ich mir einen Ruck.
„Bloody Mary, Bloody Mary, Bloody Mary“, presste ich Wort für Wort hervor, während mein Herz mir in die Hose rutschte.
Dann wartete ich. Stille. Vorsichtig öffnete ich die Augen ...

Ich atmete tief ein, während ich all meinen Mut zusammennahm. Diesmal sprach ich lauter: „Ich geh raus!“
Jetzt sahen die beiden mich fassungslos an. „Was?“, riefen sie fast wie aus einem Munde.
„Es bringt doch nicht, wenn ihr euch streitet. Ich geh nachsehen! Dann wissen wir, ob das bloß ein Tier oder tatsächlich eine Banshee ist!“
„Ihr! Musiker! Seid Ihr Hōichi?“, fragte der Fremde in strengem Ton.
Hōichi erschauderte. Er war nur selten einem Samurai begegnet, doch den fordernden, fast schon befehlenden Tonfall würde er überall wiedererkennen. „Der bin ich. Doch woher kennt Ihr meinen Namen?“, erwiderte Hōichi überrascht. War er in Schwierigkeiten?
Glaubt ihr an Geister? Ich war mir nie ganz sicher. Zwar fand ich den Gedanken irgendwie beruhigend, dass nach dem Tod noch etwas kommen würde, der Realist in mir sagte jedoch, dass das nicht möglich sei. Das sollte sich jedoch bald ändern … Mein Name ist Carmen Winstead und das ist meine Geschichte ...