Nach einem letzten tiefen Atemzug gab ich mir einen Ruck.
„Bloody Mary, Bloody Mary, Bloody Mary“, presste ich Wort für Wort hervor, während mein Herz mir in die Hose rutschte.
Dann wartete ich. Stille. Vorsichtig öffnete ich die Augen ...

Ich atmete tief ein, während ich all meinen Mut zusammennahm. Diesmal sprach ich lauter: „Ich geh raus!“
Jetzt sahen die beiden mich fassungslos an. „Was?“, riefen sie fast wie aus einem Munde.
„Es bringt doch nicht, wenn ihr euch streitet. Ich geh nachsehen! Dann wissen wir, ob das bloß ein Tier oder tatsächlich eine Banshee ist!“
„Ihr! Musiker! Seid Ihr Hōichi?“, fragte der Fremde in strengem Ton.
Hōichi erschauderte. Er war nur selten einem Samurai begegnet, doch den fordernden, fast schon befehlenden Tonfall würde er überall wiedererkennen. „Der bin ich. Doch woher kennt Ihr meinen Namen?“, erwiderte Hōichi überrascht. War er in Schwierigkeiten?
Das, was dort aus dem Mais heraus trat, war nicht Mimi. Dafür erkannte ich das Wesen sofort – die dunkelgraue, fast schwarze Haut, die genauso dunkle Kleidung, das alte Aussehen mit den vielen Falten und trotzdem die beträchtliche Körpergröße und der aufrechte Gang, dazu das feurige Leuchten, das ihre klauenartigen Finger umschloss …