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Schlagwort: japanische Legende

Hitori Kakurenbo – Spiel nie allein verstecken!

Hitori Kakurenbo Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt einen dreckigen Teddybären auf weißen Fliesen liegen, dem ein Auge fehlt und dessen Bauch aufgeschnitten und mit rotem Faden zugenäht ist. Weiterer roter Faden ist um seinen Körper gewickelt. Vor dem Teddy liegt ein kleines Küchenmesser.

Anschließend nahm ich ein Küchenmesser – das kleinste aus meinem Messerblock – von dem Glastisch neben der Wanne und stach damit auf den Teddy ein. Es gab ein matschiges Geräusch, während die Klinge auf den Stoff traf. Es entstanden kleine Löcher, durch die ein paar Reiskörner fielen. Damit soll man den Geist oder Dämon provozieren, der in diesem Moment bereits in dem Stofftier sein soll …

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Tsukumogami – Monster sind real!

"Tsukumogami"-Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt einen weißen Papierregenschirm mit einigen Rissen, die grob die Form eines geschlossenen Auges und eines Mundes bilden. Der Schirm steht in einem Wandschrank.

Als wir fast mit dem letzten Zimmer fertig waren – es war bereits Sonntagnachmittag – entdeckte ich jedoch den kaputten Papier-Regenschirm wieder. Zumindest dachte ich erst, dass er es sei. Er stand in der hintersten Ecke des Raumes, völlig unscheinbar an die Wand gelehnt.
Langsam, fast schon vorsichtig ging ich auf ihn zu. „Das ist seltsam“, sagte ich. „Ich hätte schwören können, dass ich den Regenschirm letztes Wochenende schon einmal entsorgt habe …"

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Zashiki Warashi – Sie darf niemals gehen!

Zashiki Warashi Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt eine Zashiki Warashi, die wie ein japanisches Mädchen in einem roten Kimono und mit Pagenschnitt aussieht. Sie spielt mit einem Kendama. Im Hintergrund sieht man ein traditionell japanisches Zimmer mit Tatamimatten und Papierwänden.

Habt ihr schonmal einen Geist gesehen? Ein Junge aus meiner Schule hatte mir mal erklärt, dass Geister böse Wesen seien, die unsichtbar durch alte Häuser schleichen und Leute erschrecken – oder Schlimmeres. Auch wenn ich damals noch nicht wusste, was er mit ‚Schlimmeres‘ meinte.
Was ich ebenfalls nicht wusste, war, dass ich damals schon viele Jahre mit einem Geist zusammengelebt hatte ...

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Okuri Inu – Ein gefährlicher Weggefährte

Okuri Inu Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt einen schmalen Weg durch einen dunklen Wald bei Nacht. In der Mitte des Weges steht ein schwarzer Wolf oder Hund mit weiß leuchtenden Augen, der den Betrachter direkt ansieht.

'Knack', ertönte es leise hinter mir. Sofort fuhr ich herum. Meine freie Hand griff instinktiv nach dem Schwert an meinem Gürtel.
Mit zusammengekniffenen Augen spähte ich in die Dunkelheit. War da etwas? Schwärze, schemenhafte Umrisse von Bäumen und ... zwei kleine leuchtende Punkte. Aus einiger Entfernung, direkt auf dem Pfad, den ich gekommen war, funkelte mich ein Augenpaar an, das das Licht meiner Laterne reflektierte. Was auch immer es war, es beobachtete mich.

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