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Pocong
Pocong (2019)

Pocong

Der Pocong ist eine der bekanntesten Geister Indonesiens. Aber durch Medien wie Filme oder Videospiele findet er auch langsam seinen Weg in die westliche Welt.

Die Geschichte:

„Sicher, dass du es nicht noch aushältst? Wir sind doch gleich Zuhause!“, rief Yayan mir nach.

„’Tschuldigung, ich beeil mich!“, antwortete ich meinem Verlobten.

Seit ich schwanger bin, hatte ich ständig einen furchtbar nervigen, plötzlichen Harndrang. Daher war ich froh, dass wir die kleine öffentliche Toilette gefunden hatten.

Ich war gerade fertig und wollte die Kabinentür bereits aufschließen, als ich plötzlich ein lautes Knallen hörte. Die gesamte Kabine erbebte.

Verwundert und leicht erschrocken blieb ich stehen. Was war das?

Wumm! Die Kabine bebte erneut.

Es klang fast so, als würde jemand mit voller Wucht gegen meine Kabinentür schlagen oder treten.

„Yayan, bist du das?“, fragte ich leicht nervös.

Keine Antwort. Stattdessen erbebte die Kabine nur erneut: Wumm!

Da ich nicht wusste, was ich anderes tun sollte, hockte ich mich hin und spähte unter der Tür durch. Doch was ich dort sah, warf nur noch mehr Fragen auf.

Es sah aus, als hätte jemand seine Beine mit Stoff umwickelt und mit einem Seil festgebunden. An sich hätte es fast ein Paket sein können, nur, dass ich glaubte, eine leichte Fußform erkennen zu können und das „Paket“ sich bewegte.

Was auch immer es war, es war definitiv der Grund für den Lärm: Ich sah, wie sich das Stoffbündel mit seinem ganzen Körper gegen die Tür warf und wieder auf den Füßen landete.

„Yayan?“, rief ich laut. Aber ich glaubte nicht, dass er mich bis zum Auto hören würde.

Was sollte ich jetzt tun? Sollte ich die Tür öffnen? Aber wer oder was konnte das auf der anderen Seite der Tür sein? Und wieso sagte er nichts?

Da Yayan mich nicht zu hören schien und die Tür der einzige Weg nach draußen war, hatte ich wohl nur eine Möglichkeit – zudem würde ich schon gerne wissen, was genau das da draußen war.

Ich nahm einen tiefen, langsamen Atemzug und umklammerte das Schloss der Kabine fest mit meiner zittrigen Hand. Dann gab ich mir einen Ruck und öffnete die Tür.

Der Schrei, den ich anschließend von mir gab, hallte durch den gesamten Raum. Ich versuchte, die Tür wieder zuzuschlagen, doch das Ding war bereits auf mich zugesprungen und blockierte so den Weg.

Jetzt, wo ich es vollständig sah, war ich immer noch nicht schlauer. Es sah menschlich aus, jedoch war sein gesamter Körper in weißen Stoff gewickelt, der sowohl über dem Kopf, als auch am Hals und an den Fußgelenken mit Seilen zusammengeknotet war.

An sich sah es ziemlich albern aus, wenn da nicht das Gesicht gewesen wäre, das als einziges nicht von Stoff bedeckt war. Dafür war es umso fürchterlicher:

Man konnte eindeutig Spuren von Verwesung erkennen. Die Lippen waren kaum noch vorhanden und entblößten schmutzige Zähne, während mich statt zwei Augen nur leeren Augenhöhlen anblickten.

Die Haut hatte eine ungesunde, fast unnatürliche Farbe. Und dann war da noch dieser Gestank, dieser fürchterliche Gestank von vergammelndem Fleisch!

„July, ist alles in Ordnung?“, hörte ich Yayan rufen. Er musste meinen Schrei gehört haben. „Was zum …?!“

Im nächsten Moment sah ich, wie Yayan das Wesen vor mir beiseite tackelte.

Er zog mich aus der Kabine. Das Wesen hingegen war bereits dabei, sich wieder aufzurichten.

Wir warteten nicht ab, bis es wieder stand, sondern rannten sofort zum Auto.

„Was war das für ein Ding?“, fragte Yayan, während er das Auto im Rückwärtsgang aus der Parklücke steuerte.

Ich hingegen starrte nur gebannt auf den Eingang zur Toilette, jede Sekunde damit rechnend, dass dieses zombieartige Ungeheuer herauskam.

Das geschah jedoch erst, als Yayan ausgeparkt hatte und wieder auf die Straße zusteuerte. Trotzdem konnte ich ein leises Aufkreischen nicht unterdrücken.

Als das Wesen dann auch noch mit einem Satz sehr viel näher an unser Auto herankam, als ich gedacht hatte, hielt ich es nicht mehr aus. Das waren locker dreißig oder vierzig Meter – mit einem einzigen Sprung!

„Fahr schneller!“, kreischte ich. Tränen schossen mir vor Panik und Anspannung in die Augen.

Yayan beachtete keine einzige Geschwindigkeitsbegrenzung und fuhr mit Vollgas in Richtung Stadt.

Erst, als wir uns unserem Haus näherten und von dem Wesen durch unsere Heckscheibe nichts mehr zu sehen waren, beruhigten wir uns etwas und fuhren wieder langsamer.

„Alles wird gut“, sagte Yayan, „Wir haben es abgehängt und sind gleich Zuhause. Wir brauchen uns keine Sorgen mehr zu machen.“ Sagte er das zu sich selbst oder zu mir? Ich würde mir nämlich ganz sicher noch den gesamten Abend Sorgen machen!

„Und wenn es zurückkommt?“, fragte ich.

Yayan antwortete nicht, sondern parkte nur das Auto an der Straße und stieg aus. Ich tat es ihm gleich und sah unsicher die Straße hinunter.

„Lass uns einfach schnell reingehen“, sagte Yayan und ging vor.

Ich hingegen stand nur mit offenem Mund da. „Yayan“, sagte ich angespannt. Das seltsame Wesen kam in der Ferne auf uns zugehüpft.

„Renn!“, schrie er und stürmte los in Richtung Wohnung. Ich folgte ihm – war jedoch wegen meines runden Bauchs deutlich langsamer.

„Lauf vor und schließ schonmal die Wohnung auf. Ich halte das Ding auf!“, sagte Yayan hektisch, als er bemerkte, wie langsam ich war.

Ich wollte etwas erwidern, ihn dazu zu bringen, weiterzulaufen, doch mir fehlten die Worte und die Zeit. Der seltsame eingewickelte Zombie war bereits direkt hinter mir.

Als ich das Haus erreichte und ins Treppenhaus stürmte, hörte ich einen schmerzerfüllten Schrei von draußen. Das war Yayan!

Ich überlegte schon, zurückzurennen. Aber was hatte das für einen Sinn? Was konnte ich in meinem Zustand schon ausrichten?

Mit stechenden Gewissensbissen rannte ich die kleine Treppe nach oben zu unserer Wohnungstür. Ich griff in meine Jackentasche und … Nichts. Ich hatte den Schlüssel in der Wohnung gelassen, da Yayan seinen mithatte.

Jetzt blieb mir nur noch eine letzte Chance – Mama war vielleicht schon Zuhause!

Wie wild klingelte ich Sturm. „Mach auf! Mach auf!“, fluchte ich.

Dann hörte ich es: ein dumpfes, schwaches Schlagen. Es war das Ding, das gerade hüpfend die Eingangstür erriechte.

Ich stand da und konnte meinen Blick nicht von dem hellen Stoff wenden. Jetzt, wo das Wesen im Licht des Flurs stand, konnte ich ihn deutlich erkennen. Er hatte dunkelrot schimmernde Stellen. Blut – und wie es aussah, eine ganze Menge davon.

„Yayan!“, kreischte ich voller Schmerz. Ich war kurz davor, aufzugeben. Meine Beine zitterten, mir wurde übel und ich bekam kaum noch Luft. Aber ich durfte nicht aufgeben. Ich musste weitermachen – für das Baby!

Das seltsame Ungeheuer war unterdessen auf die Treppe zu gehüpft. Mit einem Satz sprang es über sämtliche Stufen und stand jetzt direkt vor mir. Das war meine Chance!

Mit voller Kraft schubste ich den weißen Stoff von mir. Das Wesen kam ins Straucheln. Für einen Moment sah es so aus, als würde es sich noch halten können, verlor dann aber doch das Gleichgewicht und stürzte die Treppe hinunter.

„July, bist du das?“, ertönte eine Stimme hinter mir. Mama!

Ich drehte mich um, schob sie beiseite und schlug die Tür hinter uns zu. Ich war in Sicherheit!

„Wie siehst du denn aus? Du darfst dich nicht so überanstrengen, das ist nicht gut für das Baby!“, schimpfte sie halb besorgt, halb tadelnd.

„Mama, wir haben keine Zeit!“, keuchte ich. Schnell erklärte ich ihr das Gröbste, was geschehen war. Sie hörte aufmerksam zu.

„Mama, schnell, wir müssen die Polizei rufen, das Ding ist noch da draußen“, sagte ich panisch.

Doch ihr Gesicht sah nicht besorgt aus. Im Gegenteil, sie wirkte irgendwie begeistert, ja sogar glücklich!

„Du hast einen Pocong gesehen? Einen echten Pocong?“, fragte sie.

„Einen was? Mama, du verstehst nicht …“

Wumm! Ein lauter Knall an der Tür ließ mich zusammenzucken. Mama griff sofort nach der Klinke.

„Mama, nein!“, kreischte ich. Doch ich war bereits zu weit von der Tür entfernt, um sie aufzuhalten.

Sie öffnete die Tür und … strahlte. Sie lächelte mich an und schien die glückseligste Person auf Erden zu sein. „Wir werden nie wieder Sorgen haben!“, sagte sie und trat einen Schritt beiseite.

Sie war doch tatsächlich dabei, das Ding in die Wohnung zu lassen!

„Mama, nicht! Das Teil hat Yayan auf dem Gewissen!“, kreischte ich voller Verzweiflung.

Dann sah ich mit an, wie sie das Wesen in die Arme schloss. Ungläubig stand ich da. Meine Kinnlade war mir heruntergeklappt. Ich verstand die Welt nicht mehr. Die ganze Situation kam mir so surreal vor, dass ich fast Yayans Tod vergessen hätte.

Zu meiner noch viel größeren Verwunderung wehrte sich die Kreatur nicht einmal. Mama legte sie behutsam auf den Boden und das Wesen ließ es geschehen.

„Hilfst du mir bitte mit dem Seil?“, fragte sie und machte sich an dem Knoten zu schaffen, der die Kreatur oberhalb des Kopfes in den Stoff einschloss.

Ehe ich wusste, was ich tat, hockte ich neben ihr und half ihr, den Knoten zu lösen. Sie wirkte so selbstbewusst, so sicher bei dem, was sie dort tat, dass ich nicht zu widersprechen wagte.

Als der Knoten gelöst war, merkte ich, wie sämtliche Spannung aus dem Körper des Wesens wich. Es lag jetzt völlig entspannt da.

„Und jetzt?“, fragte ich ungläubig.

Mama lächelte. „Nichts weiter. Seine Seele ist jetzt frei und als Dank segnet er uns mit Glück und finanzieller Sicherheit. Das ist Gut für die Familie und für das Baby!“

Ich … ich verstand es nicht. Das Wesen – der Pocong, wie Mama ihn nannte – war gar nicht bösartig? Er wollte nur befreit werden? Und dafür musste Yayan sterben?

Mama schien so zufrieden, so glücklich zu sein. Doch mir brachte das alles nichts. Was wollte ich mit Glück und finanzieller Sicherheit? Ich hatte gerade die Liebe meines Lebens verloren!

Die Legende:

Der Pocong ist ein indonesischer und malaysischer Geist oder Wiedergänger. Er ist zumeist harmlos. Wenn man mit ihm richtig umzugehen weiß, soll er einem sogar Reichtum und Glück bringen.

Es gibt auch viele, hauptsächlich indonesische Filme, die von Pocong handeln.

Aussehen:

Pocong sind Leichnamen, die bis auf das Gesicht in weißen Stoff gehüllt sind, der über ihrem Kopf, am Hals und an den Füßen zusammengebunden ist.

Ihr Gesicht ist von Verwesung gezeichnet, soll manchmal eine leicht grünliche Färbung besitzen oder bleich sein. Ihre Augen sind entweder geschlossen oder bestehen nur noch aus leeren Augenhöhlen.

Eigenschaften:

Bei einem Pocong handelt es sich um eine ruhelose Seele, bei der eine spezielle muslimische Bestattungsart nicht richtig durchgeführt wurde.

Bei der Bestattung wird der Leichnam in weißen Stoff gehüllt, der über dem Kopf, am Hals und an den Füßen zusammengebunden ist, sodass alles außer seinem Gesicht verdeckt ist.

Legenden und traditionellem Glauben zu folge, verweilt die Seele 46 Tage im Körper des Verstorbenen. Sollte nach dieser Zeit die Knoten, die den Stoff zusammenhalten, nicht gelöst worden sein, soll der Leichnam als Pocong wieder zum Leben erwachen – auf der Suche nach jemanden, der seine Seele endlich freilässt.

Die Knoten, die auch die Füße zusammenbinden, führen unter anderem dazu, dass die Pocong nicht gehen können, sondern sich hüpfend fortbewegen. Es heißt, dass sie dabei mit einem einzigen Sprung eine Distanz von bis zu 50 Metern zurücklegen können.

Wenn ein Pocong auf einen Menschen trifft, verfolgt er ihn, damit dieser seine Knoten lösen und so seiner Seele Freiheit schenken kann. Kennt man die Legende der Pocong jedoch nicht, kann es sehr beängstigend wirken, von einen springenden, verwesenden Leichnam verfolgt zu werden.

Der Pocong fügt einem jedoch im Normalfall keinen Schaden zu. Angeblich soll es so ziemlich die einzige Möglichkeit sein, von ihm verletzt zu werden, wenn man versucht, seinen Weg zu blockieren.

Es heißt außerdem, dass man einen Pocong umarmen soll, bevor man ihn freilässt, da es dem Pocong sowohl Güte, als auch Mut beweist und dieser einen – nachdem man ihn freigelassen hat – anschließend mit Glück und finanziellem Wohlstand segnen soll.

Lebensraum/Vorkommen:

Pocong können überall vorkommen, wo die spezielle Bestattungsmethode angewandt wird, durch die sie entstehen können.

Hauptsächlich finden die Sichtungen in Malaysien und Indonesien statt.

Ursprung:

Über den genauen Ursprung des Pocong konnte ich wenig herausfinden. Die Legende soll aber aus Indonesien kommen.

Wie alt die Legende oder die spezielle Bestattungsmethode ist, ist mir nicht bekannt. Es gab jedoch – besonders Anfang des 21. Jahrhunderts – viele Sichtungen und angeblich echte Videoaufnahmen von Pocong.


Wie findet ihr die Legende des Pocong? Würdet ihr euch trauen, einen verwesenden, zombiehaften Körper zu umarmen, um Reichtum und Glück zu bekommen? Schreibt gerne einen Kommentar!

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10 Kommentare

    • Jeremie Michels schreibt:

      Stimmt. Genau wie die Jiang Shi bewegen sie sich hüpfend vorwärts. Aber ihre Beweggründe sind andere. ^^

  1. Vatch schreibt:

    Klingt fast ähnlich wie das missverstandene Verhalten von Kamelspinnen.
    Diese (zugegebenerweise nicht gerade hübschen) Achtbeiner sollen wohl sehr schnell (bis zu 20 km/h) auf Menschen und andere Tiere zulaufen, da sie Schatten suchen. Der Gruselfaktor dürfte sogar recht ähnlich sein ^^

    • Jeremie Michels schreibt:

      Spannend, das wusste ich gar nicht. Obwohl ich Spinnen mag, stell ich es mir tatsächlich sehr furchteinflößend ein, wenn eine größere Spinne auf mich zurast.

      Wobei man bei einer Spinne „bloß“ zu befürchten hat, dass sie einen beißt und ggf. vergiftet. Bei einem offensichtlich untoten Körper, der auf einen zuhüpft, hat man sicherlich ganz andere Befürchtungen … :’D
      (Ich wüsste zumindest, vor was ich mehr Angst hätte xD )

  2. Monika schreibt:

    Seit ich Spiele wie DreadOut oder eben Pamali als Let’s Plays gesehen (würde die niemals selbst spielen) habe, fasziniert mich jetzt, neben der japanischen, auch die indonesische und thailändische Mythologie.^^

    Diese Geschichte war übrigens die Erste, die ich von dir gelesen habe.
    Seitdem warte ich jeden Montag auf eine Neue und hoffe daher, dass du noch ganz viele Legenden und Geschichten in petto hast. 🙂

    Zu den Fragen:
    ~Wie findet ihr die Legende des Pocong? Würdet ihr euch trauen, einen verwesenden, zombiehaften Körper zu umarmen, um Reichtum und Glück zu bekommen?
    Mit gefällt die Legende sehr. Da ich bis jetzt aber nur sehr wenig über die indonesische Mythologie im Internet gefunden habe, wusste ich bis jetzt nicht mal, dass sie „eigentlich harmlos“ sind.
    Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie ich genau reagieren würde, sollte tatsächlich mal einer vor mir stehen, aber wenn ich weiß, dass ich ihm damit helfe, würde ich ihn auch dann noch umarmen, wenn ich nichts dafür bekomme.^^

    Liebe Grüße
    Monika

    • Jeremie Michels schreibt:

      DreadOut ist tatsächlich eines meiner Lieblingshorrorspiele (gerade weil sie sich auf reale Legenden beziehen). Pamali hab ich noch nicht gespielt, es ist aber in meiner Steambibliothek. Aber wieso würdest du sowas niemals selber spielen? So extrem gruselig ist (zumindest DreadOut) jetzt nicht. :‘D

      […] und hoffe daher, dass du noch ganz viele Legenden und Geschichten in petto hast.
      Da kann ich dich beruhigen. Legenden gibt es mehr als genug und im Geschichten dazu ausdenken bin ich – sofern ich das selbst beurteilen kann – inzwischen recht gut geworden. Sollte also zeitlich nichts dazwischenfunken, wird der Blog noch eine ganze Weile laufen! ^^

      Mit gefällt die Legende sehr. Da ich bis jetzt aber nur sehr wenig über die indonesische Mythologie im Internet gefunden habe, wusste ich bis jetzt nicht mal, dass sie „eigentlich harmlos“ sind.
      Es ist wirklich spannend. Da sie in so ziemlich jedem Film/Spiel sie als böse dargestellt werden, hab ich bei meiner Recherche wirklich lange nach „bösen“ Pocong gesucht. Aber egal, wo ich geguckt habe, wenn es auch nur ansatzweise verlässlich war, gab es nur Geschichten von „guten“ Pocong, die bloß freigelassen werden wollten.

      Ich weiß jetzt natürlich nicht, wie ich genau reagieren würde, sollte tatsächlich mal einer vor mir stehen, aber wenn ich weiß, dass ich ihm damit helfe, würde ich ihn auch dann noch umarmen, wenn ich nichts dafür bekomme.^^
      Das ist sehr ehrenwert. Ich würde wohl genauso reagieren, auch wenn ich es mir schon unschön vorstelle, einen kalten, halb vergammelten, in ein Tuch gewickelten, wahrscheinlich stinkenden und sich noch bewegenden Körper zu umarmen … ^^‘

  3. MJ Baumann schreibt:

    Hey
    Finde diesen Block sehr spannend und muss sagen das ich nur wusste wie ein Pocong aussieht und dachte immer das es bösartig ist. 🙂

    • Jeremie Michels schreibt:

      Dankeschön, sowas höre ich gerne! ^^
      Ich muss gestehen, dass ich den Pocong lange Zeit auch nur vom Aussehen her kannte. Ich hatte auch erst mit der Recherche für den Artikel erfahren, dass es eigentlich friedliche Geister oder Untote sind, die nur ihren Frieden finden wollen.

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