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Killer in the Backseat Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt eine Tankstelle bei Nacht. Es regnet in Strömen, während ein kleines rotes Auto an einer der beiden alten Zapfsäulen steht. Im Hintergrund ist das Tankstellengebäude, aus dessen Fenstern orangegelbes Licht scheint.
Killer in the Backseat (2021)

Killer in the Backseat – der Mörder auf der Rücksitzbank

„Killer in the Backseat“ ist eine bekannte urbane Legende. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele von euch mindestens eine der unzähligen Versionen bereits kennen – egal ob als Legende, als Gruselgeschichte oder aus Serien und Filmen.

Trotzdem wollte ich sie euch nicht vorenthalten.

Außerdem habe ich noch eine kleine Ankündigung zu machen. Es ist nichts Großes und ich hatte leider auch nicht die Zeit, ein passendes „Special“ für euch vorzubereiten, aber Geister und Legenden wird diesen Donnerstag, am 01. April, 2 Jahre alt. 🥳

Und jetzt viel Spaß bei Killer in the Backseat!

Die Geschichte:

Ich fluchte, während ich die Handbremse anzog. Dad hatte mir gesagt, dass ich besser vor der Fahrt im Hellen tanken solle. Ich hatte bloß erwidert, dass ich kein Problem damit habe, nachts auf dem Heimweg zu tanken. Es hätte ja niemand damit rechnen können, dass es jetzt in Strömen regnete.

Es dauerte einen Moment, bis ich mich überwinden konnte, aus dem Auto zu steigen. Ich hielt mir meine Stoffjacke so gut es ging über den Kopf, während ich durch eine Pfütze zur Tanksäule rannte. Der Regen prasselte so laut auf das Autodach und vermischte sich mit seinem Plätschern und Rauschen auf dem Asphalt, dass ich nicht einmal meine eigenen Schritte hören konnte.

Als ich nach der Zapfpistole griff, stieg mir der vertraute Geruch nach Benzin in die Nase. Ich mochte den Geruch. Trotzdem nahm ich mir keine Zeit, ihn zu genießen. Stattdessen stecke ich die Zapfpistole hastig in die Tanköffnung. Als die Anzeigen für den Preis und für die Benzinmenge anfingen anzusteigen, hetzte ich ins Auto zurück.

„Verdammter Regen“, murmelte ich, während ich die Heizung aufdrehte. Obwohl ich keine Minute draußen gewesen war, war meine Kleidung bis auf die Haut durchnässt. Hätte ich doch bloß auf Dad gehört.

Nach ein paar Minuten war der Tank endlich voll. Ich konnte es kaum erwarten, wieder auf der Straße zu sein. Wenn ich etwas Musik anmachte und es im Auto warm genug wurde, würde ich vielleicht meine nasse Kleidung vergessen können.

Also stieg ich wieder aus. Diesmal machte ich mir gar nicht erst die Mühe, meine Jacke über mich zu halten. Ich steckte die Zapfpistole zurück in die Zapfsäule und kramte mein Portemonnaie heraus. Während ich gerade dabei war, zu bezahlen – hier in den USA kann man mit der Karte direkt an der Zapfsäule zahlen – bemerkte ich einen Mann in der Tankstelle, der mir zuwinkte. Ich ging davon aus, dass es der Kassierer war. Trotzdem ignorierte ich ihn. Das Letzte, was ich jetzt tun wollte, war als Frau mitten in der Nacht mit einem fremden Mann zu reden.

Nachdem ich bezahlt hatte, fiel mein Blick wieder auf den Mann. Diesmal winkte er energischer. Es sah aus, als wolle er mich zu sich winken.

Unsicher sah ich zwischen ihm und meinem Auto hin und her. Eigentlich wollte ich nicht mit ihm reden, aber was, wenn es etwas Wichtiges war? Vielleicht war etwas mit der Tanksäule nicht in Ordnung oder er wollte mich auf einen Unfall oder eine Baustelle aufmerksam machen.

Mit einem leicht mulmigen Gefühl im Magen ging ich auf die Tankstelle zu. Meine Kleidung klebte an mir, als wolle sie mich am Gehen hindern.

Je näher ich kam, desto besser konnte ich den Mann erkennen, der inzwischen bei der Tür stand. Er hatte lange, zottelige Haare, einen Vollbart und eine große, kräftige Figur. Abgesehen von seinem blauen Hemd mit dem Namensschild wirkte er überhaupt nicht wie ein typischer Kassierer, eher wie ein Trucker oder Biker.

Was, wenn der Mann ein Verbrecher ist? Vielleicht liegt der richtige Kassierer tot oder gefesselt im Hinterzimmer‘, schoss es mir in den Kopf.

Für einen kurzen Moment zögerte ich. Sollte ich wirklich hinein gehen?

Dann schüttelte ich den Gedanken mit einem leichten Kopfschütteln ab. ‚Beruhig dich, Betty. Das hier ist doch keiner deiner Krimis. Es ist sicher alles ganz harmlos.

Mit festem Griff öffnete ich die Tür.

„Ja bitte?“, fragte ich.

Der Kassierer ging einen Schritt auf mich zu. Er sah verstohlen nach draußen, als wolle er gucken, ob noch jemand da sei, und versuchte, die Tür zu schließen. Ich blieb in der Tür stehen, um ihn daran zu hindern.

Der Mann trat wortlos wieder einen Schritt zurück, während er erneut verstohlen zu meinem Auto sah. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit mir zu.

„Entschuldigung, aber bist du allein unterwegs?“, fragte er über den lauten Regen hinweg mit einer tiefen, rauen Stimme.

Ich sah ihn überrascht an. Hatte er mich gerade gefragt, ob er mit mir allein sei? Wollte er mit mir allein sein?!

In meinem Kopf malten sich allerlei Szenaren aus, was der Mann mit mir anstellen könne. Wieder versuchte ich, die Gedanken abzuschütteln, doch mir wollte kein einziger normaler Grund einfallen, warum er das wissen wollte.

„E-entschuldigen Sie, aber ich muss wirklich weiter“, wich ich seiner Frage aus.

Als ich mich jedoch wegdrehen wollte, um zurück zu meinem Auto zu gehen, griff der Mann plötzlich nach meinem Arm. „He, warte mal!“

Jetzt schrillten all meine Alarmglocken. Es war mir egal, was der Mann von mir wollte. Ich riss mich los und rannte zurück zum Auto.

Während ich lief, merkte ich noch, wie der Mann mir etwas nachrief, konnte es wegen das Regens und dem Klatschen meiner Füße auf dem nassen Boden aber nicht verstehen – um ehrlich zu sein war es mir auch egal. Ich wollte bloß weg von hier.

Im Auto angekommen drückte ich sofort die Türverriegelung nach unten. Ich hatte zwar keine Zentralverriegelung, aber wenn mir der Mann folgen würde, würde er es eh zuerst an der Fahrertür versuchen.

Dann trat ich auf die Kupplung und drehte ich den Schlüssel im Zündschloss. Der Motor ratterte, doch er sprang nicht an. Während ich es noch einmal versuchte, starrte ich nach draußen. Von dem Kassierer – wenn er denn wirklich einer war – fehlte jede Spur. Wegen des verdammten Regens und der Dunkelheit konnte ich kaum etwas sehen. Im beleuchteten Tankstellengebäude war er jedenfalls nicht.

Endlich sprang mein Motor an. Fast rechnete ich damit, dass eine große Silhouette im Licht meiner Scheinwerfer auftauchen würde, doch die Tankstellenausfahrt war leer. Ohne eine Sekunde zu zögern, raste ich los. Ich fuhr zurück auf die Landstraße, endlich wieder in Richtung von meinem Zuhause, und versuchte, mein rasendes Herz zu beruhigen. Ich war in Sicherheit – so dachte ich zumindest.

Während meine Scheibenwischer alle Hände voll damit zu tun hatten, mir ein Mindestmaß an Sicht zu ermöglichen, prasselte der Regen laut auf die Scheibe. Ich musste das Radio fast komplett aufdrehen, um überhaupt das Lied verstehen zu können, das gerade spielte. Es war ein Popsong. Doch obwohl ich das Lied eigentlich mochte, kam es mir jetzt schrill, beinahe unangenehm vor. Immer wieder musste ich an den Mann aus der Tankstelle denken. Was er wohl mit mir gemacht hätte, wenn ich ihn die Tür hätte schließen lassen? Ich wollte gar nicht darüber nachdenken.

Die beiden Scheinwerfer, die in meinem Rückspiegel auftauchten, fielen mir zunächst nicht weiter auf. Erst, als ich sah, wie schnell sie näherkamen, schenkte ich ihnen Beachtung. Entgeistert schüttelte ich den Kopf. Wie konnte man bei dem Regen auf einer kurvigen Straße nur so schnell fahren?

Als das Auto zu hupen begann, fuhr ich möglichst weit am rechten Fahrbahnrand, damit es mich überholen konnte.

„Spinner!“, sagte ich laut.

Das Auto machte jedoch keine Anstalten, zu überholen. Ganz im Gegenteil: Es wurde immer langsamer, bis es auf gleicher Geschwindigkeit mit mir war, fuhr dabei aber so dicht auf, dass seine Stoßstange mein Auto fast berührte.

„Sag mal, bist du bescheuert?“, fragte ich laut, während ich Gas gab.

Jetzt begann das Auto aufzublinken, hupte dabei wieder, fuhr schneller, um weiterhin dicht an meinem Auto zu bleiben.

Ich setzte den rechten Blinker, um zu signalisieren, dass ich überholt werden wollte, doch es brachte nichts. Das Auto blieb direkt hinter mir.

Was sollte ich tun? Wenn der Fahrer weiter so drängelte, würden wir einen Unfall bauen. Wenn ich bremste oder noch mehr Gas gäbe, sähe das Ergebnis wahrscheinlich ähnlich aus.

Während ich noch völlig überfordert mit der Situation war, fuhr plötzlich ein Ruck durch meinen Wagen. Es gab einen leisen Knall, woraufhin ich kräftig durchgeschüttelt wurde. Der Wagen hatte mich gerammt!

Rums! Wieder wurde ich gerammt.

Ich kam mir völlig hilflos vor, stand kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

Beim dritten Rammen geriet mein Wagen schließlich ins Schleudern. Ich verlor für einen Moment die Kontrolle, schaffte es nicht mehr, richtig zu lenken. Als ich auf die Bremse trat, kam ich schließlich holprig zum Stehen.

Mit zittrigen Knien und rasendem Herzen, sah ich mich hektisch um. Im Scheinwerferlicht meines Wagens sah ich Wald. Ich hatte Glück, dass ich es geschafft hatte, noch vor den Bäumen anzuhalten. Dann fiel mir das Auto im Rückspiegel auf: Der Verrückte, der mich gerammt hatte, war stehengeblieben!

Was sollte ich tun? Vorwärts konnte ich nicht fahren. Die Bäume waren zu nahe. Rückwärtsfahren ging jedoch auch nicht. Das andere Auto blockierte mir den Weg.

Als der Mann ausstieg, erkannte ich ihn sofort: Es war der Kassierer aus der Tankstelle. Er hatte mich verfolgt. Dann fiel mein Blick auf den Baseballschläger in seiner Hand.

Blanke Angst machte sich in mir breit. Ich schnallte mich panisch ab, stieß die Tür auf, blieb beim Aussteigen mit dem Fuß hängen und fiel aus meinem Auto in das nasse Gras.

Als ich bemerkte, dass der Mann auf mich zukam, rappelte ich mich sofort wieder auf und rannte zwischen die Bäume. Äste schlugen nach mir, einer schnitt mir einen Kratzer über die Wange. Ich ignorierte es.

„He du! Steig sofort aus dem Auto aus! Schön langsam!“, brüllte eine kräftige Stimme hinter mir.

Ich blieb verdutzt stehen. Der Mann musste doch gesehen haben, dass ich aus dem Auto geflohen war.

Mit einer Mischung aus Verwirrung und Neugier drehte ich mich um. Ich sah mein Auto, die offene Fahrertür und den Tankstellenkassierer. Er hielt den Baseballschläger drohend vor sich, zeigte damit auf die Hintertür.

Dann verstand ich gar nichts mehr: Die Autotür öffnete sich langsam. Heraus kam ein schwarz gekleideter Mann mit einer Skimaske. In einer seiner erhobenen Hände blitze etwas.

„Lass das Messer fallen“, forderte der Kassierer ihn auf.

Der Fremde gehorchte, ohne etwas zu erwidern.

Sofort griff der Kassierer nach seinem Arm. Wie ein Polizist drehte er ihn in einer flüssigen Bewegung um, hielt ihn fest und drückte ihn gegen mein Auto. Das Messer kickte er mit dem Fuß außer Reichweite.

Verstört ging ich zum Auto zurück. Den Regen, der inzwischen etwas nachgelassen hatte, bemerkte ich kaum noch. Ich realisierte nicht einmal, wie unkontrolliert ich zitterte. Meine ganze Aufmerksamkeit galt dem Kassierer und dem Fremden.

„Hast du ein Handy?“, fragte der Kassierer. Er sah mich aufrichtig an.

Jetzt, wo ich neben ihm stand, bemerkte ich wieder, wie riesig er war. Im Vergleich zu vorhin wirkte er jedoch sehr viel weniger bedrohlich, beinahe freundlich. Dann blickte ich auf den Mann mit der Skimaske, der in meinem Auto gesessen hatte.

„Ich … ich versteh nicht …“, stammelte ich verwirrt.

„Als du bei meiner Tankstelle warst, hab ich gesehen, wie dieser nette Herr hier in dein Auto gestiegen ist. Ich wollte dich ja warnen, aber mein etwas … grobes Aussehen hat dich wohl verschreckt.“ Er lächelte leicht entschuldigend.

Während mein Hirn auf Hochtouren lief, irgendwie versuchte, zu verarbeiten, was in den letzten Minuten geschehen war, sah ich verwirrt zwischen den beiden Männern hin und her.

Der Kassierer musste mich erneut darum bitten, den Notruf zu wählen, bis ich seinem Wunsch endlich nachkam.

Erst, als die Polizei da war, schaffte ich es langsam, die ganze Situation zu begreifen. Ein maskierter Mann hatte sich mit einem Messer in mein Auto geschlichen. Hätte der Charly – so hieß der Kassierer – ihn nicht gesehen und wäre er mir nicht gefolgt, wäre ich mit dem Fremden ganz allein gewesen. Mitten im Nirgendwo.

Und ich hatte nichts Besseres zu tun, als meinem Retter zu misstrauen. Ich hatte ihn zu schnell beurteilt. Doch das würde mir nur einmal passieren. Ich wollte mich bei Charly bedanken, ihn auf einen Kaffee einladen. Schließlich war scheinbar ein echt netter Mann, nein, er war ein Held.

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Die Legende:

Killer in the Backseat (Englisch für „Mörder auf der Rücksitzbank“), seltener High Beams (Englisch für „Fernlicht“), ist eine urbane Legende aus Amerika und Großbritannien. Es gibt sie in unzähligen Versionen.

Täter:

Obwohl es sehr viele verschiedene Versionen von Killer in the Backseat gibt, ist der Täter fast ausschließlich männlich. Häufig hat er eine Waffe wie ein Messer, eine Axt oder eine Pistole dabei, seltener ist er unbewaffnet.

In einigen Versionen wird der Täter überhaupt nicht beschrieben, in anderen wird gesagt, dass er ein gesuchter Mörder oder ein entflohener Insasse einer Nervenheilanstalt sei.

Auch gibt es Versionen, in denen der Täter ein Ganganwärter sein soll. Hier heißt es, dass man – um bei der Gang mitmachen zu dürfen – einer Frau ein Körperteil abschneiden, sie entführen, sie vergewaltigen oder sie umbringen müsse. Besonders beliebt ist dieses angebliche Motiv des Täters bei Kettenbriefen, die von der „Killer in the Backseat“-Legende erzählen.

Ablauf:

Trotz der vielen Versionen lässt sich ihr Ablauf hauptsächlich in zwei Varianten einteilen:

Variante 1:

Diese Variante beginnt in einer Gaststätte, an einer Tankstelle, in einem Fastfood Restaurant o. Ä. oder direkt im Auto.

Wenn sie nicht direkt im Auto beginnt, tankt die Protagonistin ihr Auto, trinkt einen Kaffee o. Ä., als ein Mann sie anspricht. Weil es schon sehr spät ist – teilweise ist sie auch mit dem Mann allein –, fühlt sie sich unwohl.

Der Mann sieht häufig recht grob und nicht vertrauenserweckend aus – z. B. ist er ein Trucker, trägt viele Tattoos, ist groß und/oder hat eine dunklere Hautfarbe (die viele Weiße leider auch heute noch als nicht vertrauenserweckend empfinden).

Der Mann versucht, sie daran zu hindern, zurück zum Auto zu gehen oder sie vom Auto wegzulocken, woraufhin die Frau Angst bekommt und mit ihrem Auto abhaut.

Manchmal fällt dieser Anfang auch weg und die Geschichte beginnt, wenn die Frau bereits im Auto sitzt.

Während der Fahrt fällt der Frau recht bald auf, dass sie von einem Auto verfolgt wird. Es fährt dicht heran, blendet mit dem Fernlicht auf oder rammt ihr Auto sogar.

Die Protagonistin fürchtet jetzt um ihr Leben, doch so sehr sie auch versucht, ihren Verfolger abzuhängen, es funktioniert nicht. Sie hält erst an, als sie einen Unfall baut, ihr Auto abwürgt (und es nicht mehr anspringt) oder sie ihr Ziel erreicht.

Als ein Mann aus dem Auto steigt, erkennt sie sofort, dass es der Mann ist, der sie zuvor angesprochen hat. Je nach Version fordert der Mann sie auf, das Auto zu verlassen, sie rennt in ein Haus oder hupt ihren Ehemann, Freund oder Vater vor die Tür.

Daraufhin erklärt der Verfolger sofort, dass er der Frau gar nichts Böses wollte. Er habe bemerkt, dass sich ein Mann auf ihrer Rücksitzbank befindet. Das Aufblenden und Rammen sollte nur dazu dienen, dass der Mann die Frau nicht angreifen kann.

Die Geschichte kann auf zwei unterschiedliche Arten enden: Entweder, sie rufen die Polizei, die den Einbrecher sofort festnimmt, oder sie sehen auf dem Rücksitz nach, finden jedoch nur eine offene Tür auf der Beifahrerseite und eine Waffe auf der Rücksitzbank.

Variante 2:

In dieser Variante von Killer in the Backseat befindet sich die Protagonistin fast immer an einer Tankstelle. Nachdem sie ihr Auto aufgetankt hat, macht der Kassierer der Tankstelle sie auf sich aufmerksam. Entweder, als sie die Tankstelle betritt, oder nachdem sie direkt an der Tanksäule per Karte bezahlt hat.

Z. B. bittet er sie zu sich, weil es Probleme bei der Zahlung gegeben habe, oder er hindert sie unter dem Vorwand, dass es etwas mit ihrem Auto nicht stimme, am Losfahren und überredet sie, wieder auszusteigen.

Sobald die Frau vom Auto weg ist und sie außer Hörweite sind, erklärt er, dass er gesehen habe, wie sich ein Mann auf ihrer Rücksitzbank versteckt habe.

Wieder gibt es mehrere Varianten, wie diese Geschichte enden kann: Entweder, die Frau tut so, als wäre sie noch mit dem Kassierer beschäftigt, bis die zuvor gerufene Polizei eintrifft, oder sie sieht, wie der Täter aus dem Auto flieht, nachdem er bemerkt, dass er entdeckt wurde.

Selten flieht die Frau auch, bevor der Kassierer sie warnen kann, woraufhin die Frau im Auto ermordet wird.

Ort des Geschehens:

Der Ort des Geschehens variiert von Geschichte zu Geschichte. Häufig bauen die Erzähler sie so um, dass es eine Gegend in der Nähe oder die Stadt, in der man sich befindet, betrifft.

Ursprung:

Die „Killer in the Backseat“ Geschichte existiert schon seit mehreren Jahrzehnten und wurde auf mehrere unterschiedliche Weisen verbreitet – hauptsächlich über das Internet als Kettenbrief oder per Mund-zu-Mund Propaganda.

Da hierbei unterschiedlichste Methoden verwendet wurden, hat sie schnell viele verschiedene Zielgruppen erreicht. So wurde sie als bloße Gruselgeschichte, als angeblich wahres Erlebnis, als vermeintliche Warnung oder sogar als angeblicher Bericht einer Polizeistelle verbreitet.

Außerdem haben viele Serien, wie die Simpsons oder X-Factor, aber auch viele Horrorfilme die Legende aufgegriffen, was wiederum bei der Verbreitung geholfen hat.

Wie oder wo genau die urbane Legende begonnen hat, ist jedoch unklar. Sie ließ sich jedoch mindestens auf 1967 zurückverfolgen.

Es wird vermutet, dass sie lose an einen wahren Fall angelehnt sein könnte. So gab es tatsächlich schon mehrere Fälle von Straftätern, die sich auf dem Rücksitz eines Autos versteckt haben. Einen Fall, der ähnlich wie Killer in the Backseat ablief, hat man bisher jedoch nicht finden können.


Was haltet ihr von Killer in the Backseat? Kanntet ihr die Legende bereits? Wie hätte ihr euch an Bettys Stelle verhalten? Hättet ihr Charly mehr Vertrauen geschenkt? Oder wärt ihr auch vor ihm geflüchtet? Und was würdet ihr tun, wenn euch ein fremdes Auto verfolgt? Schreibt es in die Kommentare!

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13 Kommentare

  1. Rabbat07 sagt:

    ich hatte mal eine sprachnachricht bekommen, in der die stimme sagte,, ich bin daniel, du mänlich und mir fehlt ein arm (oder hand, ist lange her, errinere mich nicht richtig). obwohl er männlich sein solle, hatte er eine frauenstimme. er/sie verlangte das ich meine muter verletzten/töten solle und diese nachricht an 10 weitere schicken solle, und dan würde ich ein erfolgreiches leben haben. Er/sie nannte ien beispiel, wo einer es nicht tad und diese/r daniel ihn in einem flur getötet hat, als dieser nacht wegen geräuschen in den flur ging. ein anderer verletzte/tötete seine Muter und wurde reich. sagte daniel. ich glaube diesem ,,Daniel“ nicht. aber ich war überrascht das ich opfer von sowas wurde.

    • Rabbat07 sagt:

      das war komischerweise zu der zeit wo der momo kettenbrief die runde machte, und noch bevor ich meiner mutter davon erzählen wollte, hat sie mir erzählt das ein bekanbter ein momo kettenbrief bekommen häte. besteht vieleicht eine verbindung zwischen momo und ,,daniel’# ?

      • Jeremie Michels sagt:

        Das kann durchaus sein. Vielleicht hat jemand von der Momo Challenge gehört und sich gedacht, er schreibt/spricht selbst mal so einen Brief. Andererseits kann der Kettenbrief schon deutlich älter gewesen sein. Teilweise machen Kettenbriefe auch Jahre nachdem sie geschrieben worden noch die Runde.

    • Rabbat07 sagt:

      könnte sein das ich da was verwechselt habe da es lange her ist. könnte auch sein das er eminte ich solle das weiterschicken damit meine mutter nicht stirbt. irgendwie sowas.

      • Jeremie Michels sagt:

        Ah, das fände ich deutlich wahrscheinlicher. Die Momo oder Blue Whale Challenge sind ja gerade so gefährlich, weil sie sich langsam steigern. Wenn man direkt mit „Bringe dich oder jemand anderen um“ begonnen hätte, hätten beide Challenges sich wohl nicht so stark verbreitet. Außerdem würde das heißen, dass jeder, der die Nachricht nicht bloß zum Spaß weiterleitet, tatsächlich seiner Mutter etwas angetan hat (was ich für wenig wahrscheinlich halte. So würde der Brief jedenfalls nicht sonderlich weit kommen).

    • Jeremie Michels sagt:

      Oh wow, das ist definitiv einer der schlimmeren Kettenbriefe, von denen ich gehört habe. Aber ja, Kettenbriefe breiten sich nun einmal in verschiedenster Form sehr schnell im Internet auf. Manchmal ganz harmlos als „Schicke diese Nachricht an XY Personen und dir wird etwas gutes passieren“ und manchmal eben weniger harmlos als Momo, Blue Whale Challenge oder eben „deinem“ Daniel. :/

  2. NN sagt:

    Gab es 1967 autos.und wenn es so ist wäre die Tankstelle mehr aus Steinen gebaut worden und nicht aus so viel Glass wie heute?bei Kutschen wäre die Geschichte aber auch komisch.

    • Lilia sagt:

      Auch irgendwie war… Das würde ich mir irgendwie lustig vorstellen XD So ein Pferd was Diesel oder Benzin zu trinken bekommt…

      • Jeremie Michels sagt:

        O Gott, die armen Tiere. Das muss doch fürchterlich schmecken! xD
        (Ganz davon abgesehen, dass es dezent tödlich wäre … xD )

    • Jeremie Michels sagt:

      Die 60er Jahre waren tatsächlich deutlich moderner, als du es dir vorstellst. Das erste Auto wurde 1885 gebaut. Und auch die Tankstelle auf dem Bild ist für die 60er Jahre bereits altmodisch. Wenn ich schätzen müsste, würde ich tippen, dass solche Tankstellen in den 1930er und 40er Jahren gebaut wurden. Auch Geschäfte (oder Tankstellen) mit Glasfronten waren 1967 keine Seltenheit. 😄

  3. Lilia sagt:

    Das sind diesmal ja viele Fragen XD also die Geschichte kannte ich noch nicht, wobei solche Situationen ja ziemlich oft in Filmen, Serien oder Büchern benutzt werden. Eine Anspielung darauf habe ich bisher nur in einer Kinderserie bemerkt… Also ich hätte Charly wohl kaum vertraut, hätte ihm aber zugehört…(ich habe zuviel Selbstvertrauen was das angeht)
    wenn mich ein Auto verfolgen würde, wäre ich wahrscheinlich sehr panisch, würde dann aber (wahrscheinlich aus Reflex) zu einer Polizei Wache fahren… Die Chance, dass mich der Typ hinter mir dann aber tötet ist natürlich sehr hoch (es sei er flieht…)
    Ansonsten wie immer schön spannend und auch wieder sehr einladend…^^

    • Jeremie Michels sagt:

      Welche Kinderserie war es denn? ^^

      Sehr vernünftig. Als Mann habe ich vllt. leicht reden, aber ich habe gelernt, dass man Menschen nicht nach dem Aussehen beurteilen soll. Metalheads und häufig recht grob aussehende Trucker gehören mit zu den nettesten Menschen, die ich kenne. 😀

      Aber ob du in der Gegend eine Polizeiwache gefunden hättest, weiß ich nicht so genau. In den USA gibt es Gegenden, in denen kilometerweit nur Wald um dich herum ist. Vllt. wäre das Dorf oder die Kleinstadt, in der Charly wohnt, in der Nähe gewesen, aber ob man die (während man verfolgt wird) hätte finden können? 🤔
      Ich hätte mich wahrscheinlich genauso hilflos wie Betty gefühlt und wäre mit der Situation völlig überfordert gewesen. xD

      • Lilia sagt:

        Es war Trolljäger Geschichten von Akardia(oder so), das mit dem Metal kann ich nur bestätigen, da meine Eltern und ich dazu gehören XD. Aber egal was ich so immer schreibe, in der Situation regulär, wäre ich wahrscheinlich im Boden versunken…XD

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