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Flatwoods Monster Zeichnung von Jeremie Michels. Das Bild zeigt das Flatwoods Monser auf einem Hügel. Das Monster ist humanoid und hat einen runden roten Kopf mit gelb leuchtenden Augen. Es trägt einen grünen Brustpanzer und einen langen grünen Rock. Im Hintergrund liegt ein großer rot leuchtender "Ball" auf dem Hügel. Er leuchtet die gesamte Umgebung inkl des Flatwoods Monsters und einiger Bäume an. Der Boen ist von Nebel bedeckt.
Flatwoods Monster (2023)

Das Flatwoods Monster – Es kam aus dem All!

Das Flatwoods Monster ist eine der bekanntesten Aliensichtungen des letzten Jahrhunderts. Ich weiß: UFOs und Außerirdische gehören eigentlich nicht zu meinem Interessengebiet und auch nicht unbedingt auf meinen Blog. Da die Sichtung des Flatwoods Monsters aber eine beliebte urbane Legende geworden ist, habe ich hierfür eine Ausnahme gemacht.

Viel Spaß beim Gruseln!

Die Geschichte:

Freitag, 12. September 1952

„Ich steh frei! Ich steh frei!“, rief Neil mir zu. Er riss die Hände hoch, bereit, den Football aufzufangen.

Es dämmerte bereits. Trotzdem hatten Neil, die beiden May-Brüder Eddie und Freddie und ich uns entschieden, die letzten Minuten Tageslicht auszunutzen, um noch etwas Football auf dem Schulhof der Flatwoods Elementary School zu spielen.

Zwar spielten wir zwei gegen zwei, Neils Ausruf war also gar nicht nötig gewesen, aber ich war trotzdem voll im Spiel drin. Ich stellte mir vor, wie eine imaginäre Zuschauerschar mir zujubelte, während ich den Ball warf.

Ronny wirft den Ball! Freddie versucht, ihn abzufangen, aber sein Arm ist nicht lang genug! Der Ball fliegt gut! Neil hat ihn fast! Er greift nach dem Ball und …

Ein heller Lichtblitz brachte den Sportmoderator in meinem Kopf zum Schweigen. Verwirrt sahen wir uns um. Der Ball verfehlte Neil. Er hüpfte mit einem leisen fump, fump, fump über den Boden, ehe er irgendwo am Spielfeldrand liegenblieb. Wir beachteten ihn nicht weiter.

Stattdessen war unser Blick starr auf den Himmel gerichtet. Der Lichtblitz kam nämlich nicht von einem herannahenden Gewitter, wie ich erst befürchtet hatte, sondern von einem brennenden Ball, der durch den wolkenlosen Himmel raste.

„Was ist das?“, fragte Eddie.

„Ist das ein Meteorit?“, fragte Neil.

Gebannt starrten wir ihn an, wie er schneller als jedes Flugzeug über uns hinweg zog. Er brannte so hell, dass sich sein schattenhafter Abdruck noch Minuten später in meinem Sichtfeld zeigen würde.

„Er stürzt Richtung Bailey Fisher Farm!“, rief Freddie aufgeregt.

Doch plötzlich, ehe der Feuerball hinter einem Hügel verschwinden konnte, blieb er in der Luft hängen. Er hielt einfach an, bevor er langsam senkrecht auf den Hügel abstieg.

Mein Mund klappte auf. Wortlos sahen Neil, Eddie, Freddie und ich einander an.

Eddie fand als Erstes die Worte wieder: „War … war das eine fliegende Untertasse?“

Wir hatten keine Antwort darauf. Trotzdem wussten wir sofort, was wir zu tun hatten: Wir mussten uns die Stelle genauer ansehen, an der das Ding gelandet war.

Als hätten wir uns darauf geeinigt, ein Wettrennen zu machen, sprinteten wir los. Die Luft war warm. Sie fing noch immer einen letzten Rest der Spätsommerwärme ein. Aber trotz der angenehmen Temperaturen begegneten wir niemandem auf den Straßen, während wir Richtung Hügel rannten. Dafür konnte ich jetzt an der Spitze des Hügels ein schwaches rotes Leuchten erkennen, das regelmäßig heller und dunkler wurde. Die anderen hatten es auch gesehen.

Ehe wir uns jedoch an den Aufstieg machten, bogen wir in eine Straße Richtung Eddies und Freddies Haus ein, das fast auf dem Weg lag.

„Mom! Mom!“, rief Eddie bereits nach ihr, während wir noch nicht einmal bei der Haustür waren. Er öffnete die unverschlossene Tür und wir eilten hinein. „Mooom!“

Mrs. May kam seelenruhig in den Flur geschlürft.

„Ah, Eddie, Freddie, da seid ihr ja. Gene isst heute mit uns zusammen Abendbrot“, versuchte sie zu erklären, aber ihre Söhne hörten ihr gar nicht zu.

Selbst als Ricky, Genes Hund, freudig zu uns gelaufen kam, streichelte Freddie ihn nur flüchtig am Kopf.

„Ich hol schnell unsere Taschenlampen!“, sagte er dann, bevor er sich an dem Hund und seiner Mutter vorbei drängte.

„Huch. Was ist denn los?“, fragte sie, während sie ihm verwirrt hinterher sah. Ihr nächster Blick galt Eddie, Neil und mir.

„Wir haben eine fliegende Untertasse gesehen!“ „Da war ein Meteorit, der plötzlich gelandet ist!“ „Auf der Fisher Farm sind Aliens!“, redeten wir drei wirr durcheinander.

Mrs. May sah uns mit gerunzelter Stirn an. „Halt. Nicht so schnell! Einer nach dem anderen. Neil, was ist passiert?“, fragte sie – wahrscheinlich, weil Neil der Älteste von uns war.

Ehe er jedoch antworten konnte, tauchte Gene hinter Mrs. May auf. Ricky lief zu ihm, woraufhin Gene ihn wie automatisch hinter den Ohren kraulte. „’n Abend Jungs. Warum macht ihr denn so einen Lärm?“

Gene war zwar älter als wir, aber noch nicht erwachsen. Trotzdem war er bereits Mitglied der Nationalgarde der Vereinigten Saaten von Amerika.

Neil ignorierte ihn. „Mrs. May! Wir haben einen Meteoriten gesehen. Er ist Richtung Fisher Farm geflogen, aber dann ist er plötzlich gelandet!“

„Gelandet?“, fragte Mrs. May. „Du meinst wohl eher abgestürzt?“

Wieder redeten wir durcheinander: „Nein, er ist gelandet!“ „Das war eine fliegende Untertasse!“ „Nein!“

Mrs. May gab ein entzücktes Lachen von sich. „Hach, ihr Kinder und eure Fantasie. Was gäbe ich dafür, noch einmal Kind zu sein.“

In dem Moment kam Freddie mit den Taschenlampen zurück. Er drückte seinem Bruder und Neil eine in die Hand. Mehr hatte er wohl nicht finden können.

„Moment. Was habt ihr vor?“, fragte Mrs. May plötzlich sehr ernst. „Es ist schon dunkel draußen!“

„Mom! Da könnten Aliens auf dem Hügel sein! Wenn wir uns beeilen, sind wir die wahrscheinlich ersten Menschen, die je mit ihnen geredet haben! Wir kommen in die Zeitung!“, sprudelte es aus Eddie heraus.

Damals kannte ich das Sprichwort zwar noch nicht, aber wie heißt es doch so schön? Sei vorsichtig, was du dir wünscht …

Mrs. May hingegen wirkte nicht überzeugt. Also ergriff Eddie kurzerhand ihre Hand und zog sie nach draußen. „Sieh doch selbst!“

Er zerrte sie einige Schritte vor die Tür, damit sie den Hügel sehen konnte. Dann erstarrte Mrs. May plötzlich. Jetzt musste auch sie das schwache rote Leuchten bemerkt haben. „Gene. Komm schnell her!“

Gene zögerte keine Sekunde. Sofort eilte er nach draußen, um es sich selbst anzusehen. Mrs. May und er tauschten einen langen Blick aus.

„Aber wenn es irgendwie gefährlich wird, lauft ihr sofort zurück zum Haus!“, befahl Mrs. May, als wir gerade die Haustür hinter uns geschlossen hatten.

Sie und Gene hatten sich entschieden, uns zu begleiten. Ich wusste nicht, wieso sie es taten, ob sie selbst neugierig waren oder ob sie sichergehen wollten, dass uns nichts passierte, aber an sich war es mir auch egal. Ich wollte einfach nur wissen, was das für ein komisches Ding war.

Der Weg den Hügel hoch war lang und nicht sonderlich aufregend. Wir mussten diverse Male anhalten, weil Ricky, den Gene an der Leine hatte, sein Geschäft verrichten musste. Außerdem schloss sich Tommy Hyer, ein Junge aus der Nachbarschaft, unserem kleinen Trupp an, als er uns zufällig begegnete. Ansonsten passierte nichts Spannendes.

Während wir uns der Spitze des Hügels näherten, mussten wir uns durch kniehohes Gras kämpfen. Aus allen Richtungen konnte ich das Zirpen von Grillen vernehmen und das gespenstische rote Leuchten vor uns wurde langsam heller.

Mit einem Grinsen drehte ich mich zu Neil und den anderen. „Wer als Erster oben ist“, rief ich.

Neil und ich rannten sofort los. Eddie und Freddie blieben hingegen bei ihrer Mutter. Und auch Tommy Hyer, der mit seinen kurzen Beinen ohnehin schon Schwierigkeiten zu haben schien, mit unserer Gruppe mitzuhalten, war nicht allzu erpicht darauf, ein Wettrennen zu machen.

„Kinder! Lauft nicht zu weit vor! Wir wissen nicht, was da oben ist!“, rief Mrs. May uns nach. Wir ignorierten sie.

Dann sah ich den Nebel im Schein unserer Taschenlampen. Neil und ich wurden sofort langsamer. Es waren nur schwache Schwaden, die sich allmählich vor uns ausbreiteten, aber sie wirkten unnatürlich. Anstatt sich langsam um uns herum zu bilden, schien dieser Nebel von der Spitze des Hügels auszugehen, während er gespenstisch auf uns zu schwebte. Mit ihm kam außerdem ein seltsam metallischer Geruch, der mich an etwas Verbranntes erinnerte. Aber wir ließen uns auch davon nicht beirren. Selbst, als er uns einholte und ich bald spürte, wie meine Augen zu tränen begannen und meine Nase beim Einatmen leicht brannte, blieben Neil und ich nicht stehen. Wir erreichten als Erste die Spitze des Hügels.

Wie gebannt starrte ich auf eine riesige Kugel, die gut 100 Meter von uns entfernt im Gras lag. Sie war groß wie eine Hütte und schien der Ursprung des Leuchtens zu sein. Ihr rotes Licht wurde so hell, dass es den kompletten Gipfel erleuchtete, dann wieder dunkler und schließlich wieder hell. Immer in einer langsamen, fast beruhigenden Regelmäßigkeit.

„Was meinst du, was das ist?“, fragte ich Neil leise.

„Keine Ahnung. Vielleicht eine Art Raumschiff? Es sieht jedenfalls nicht natürlich aus“, flüsterte er zurück.

Ich nickte. Obwohl sich die Luft hier oben sehr warm anfühlte, bekam ich eine Gänsehaut. Mir war unwohl. Ich kam mir plötzlich sehr klein vor, als wäre das alles zu groß für mich.

„Woah“, hörte ich jetzt Eddie hinter mir.

Dann folgte ein Winseln.

„Ricky, du Feigling! Bleib hier!“, rief Gene seinem flüchtenden Hund nach. Aber es war zwecklos. Ricky hatte ihm die Leine entrissen und rannte mit eingezogenem Schwanz hastig zurück den Hügel hinunter.

„R-Ronny? Was ist das?“, hörte ich Neil neben mir fragen.

Jetzt galt meine Aufmerksamkeit wieder dem Geschehen vor uns. Um genau zu sein, den zwei orange leuchtenden Punkten, die ich jetzt zu unserer Linken im Schatten eines Baumes bemerkte. Sie sahen aus wie zwei scheinwerferartige Augen, die uns aus der Dunkelheit anstarrten.

Neils Hand zitterte, während er die Taschenlampe hob.

Ich sah es nur flüchtig, aber im Schein seiner Taschenlampe tauchte etwas Rotes auf. Es war eine Art kreisrunder Kopf, in dessen Mitte die beiden leuchtenden Augen waren. Dahinter war eine Form, die an das Pik aus dem Kartenspiel erinnerte. Aber ob sie zu dem Kopf oder zur Kleidung gehörte, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Denn eine Art Kleidung trug das Wesen. Sie wirkte metallisch und hatte eine grünliche Farbe. Mrs. May meinte später, sie habe sogar eine Art Stoff am Unterkörper des Wesens gesehen, der an einen langen Rock oder ein Kleid erinnerte.

Lange konnten wir das Wesen jedoch nicht beobachten. Fast sofort, als der Schein der Taschenlampe auf seinen Kopf fiel, setzte es sich in Bewegung. Mit einem Geräusch, das wie eine Mischung aus einem Kreischen und einem Fauchen klang, kam dieses Ding auf uns zu. Es rannte jedoch nicht. Es ging nicht einmal. Vielmehr schwebte oder glitt es über den Boden. Und es war dabei nicht gerade langsam.

Chhhhhhhhhh!

Neil neben mir schrie auf und ließ seine Taschenlampe fallen. Im roten Licht konnte ich erkennen, dass er rückwärts hinfiel.

Und auch Eddie, Freddie, Gene, Mrs. May und Tommy schrien entsetzt auf. Kreischend sprang ich über Neil hinweg und rannte den anderen nach. Ich traute mich nicht, zurückzublicken, um zu sehen, ob Neil aufgestanden war oder dieses Ding uns folgte.

Hektisch rannten wir unter lautem Geraschel durch das hohe Gras. Das Zirpen der Grillen kam mir jetzt sehr laut vor, als würden sie uns anschreien. Einige Male strauchelte ich und auch Mrs. May fiel einmal fast hin. Trotzdem oder gerade deswegen schafften wir es in Rekordzeit zurück in die Zivilisation. Aber selbst, als wir wieder Asphalt unter den Füßen hatten, wurden wir nicht langsamer. Wir rannten weiter die Straßen entlang bis zum Haus der Mays. Ricky, Genes Hund, wartete bereits auf uns. Er bellte und kläffte, während er mit uns ins Haus rannte, wo wir hastig die Tür hinter uns schlossen.

Völlig außer Atem wischte ich mir über die noch immer tränenden Augen. Ich musste husten und hatte Mühe, meine letzte Mahlzeit bei mir zu behalten. Trotzdem schaffte ich es jetzt endlich, zu überprüfen, ob es alle geschafft hatten. Da waren Gene, der neben der Tür stand und aus dem Fenster starrte, Mrs. May, die ihre Hände zum Gebet gefaltet hatte, Eddie, Freddie und Tommy, die sich über ihre Augen rieben und zu guter Letzt Neil. Er hatte es also geschafft.

Es dauerte eine ganze Weile, bis wir uns wieder einigermaßen beruhigt hatten. Wir hatten alle ziemlich mit Husten und Schwindel zu kämpfen. Neil wurde kurze Zeit sogar bewusstlos. Trotzdem riefen wir, sobald es uns möglich war, den Sheriff. Aber auch, wenn er sich die Sache noch am selben Abend ansah, fand er auf dem Hügel nichts Seltsames vor, abgesehen von einem merkwürdigen Geruch und einigen Spuren im Gras.

Das war das erste und einzige Mal, dass wir das Flatwoods Monster – oder Braxxie, wie es im Ort später genannt wurde – gesehen hatten. Und auch, wenn ich es kaum in Worte fassen kann, muss ich sagen, dass ich noch nie in meinem Leben solche Angst gehabt hatte. Und auch in Zukunft sollte ich nie wieder etwas so Schreckliches erleben.

Trotzdem verging anfangs kaum ein Tag, später kaum eine Woche, in der nicht irgendwer etwas über das Flatwoods Monster von mir wissen wollte. Wie viele Male ich diese Geschichte schon erzählt hatte … Wie viele Male ich sie in meinem Kopf aufs Neue erleben musste … Es gab sogar Leute, die mich für meine Begegnung der dritten Art beneideten. Dabei wollte ich eigentlich nur eins: Ich wollte das alles vergessen.

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Die Legende:

Das Flatwoods Monster, auch als „Braxton County Monster“, „Braxxie“ oder „Phantom of Flatwoods“ bekannt, ist eine urbane Legende aus den USA. Sie handelt von einer UFO- und Aliensichtung in der kleinen Gemeinde Flatwoods in Braxton County, West Virginia.

Aussehen:

Das Flatwoods Monster soll ein etwa 2 bis 3 Meter großes außerirdisches Wesen sein. Einige denken auch, es sei eine außerirdische Maschine.

Seine Augen sollen leuchten. Heutzutage ist meist von einem roten Leuchten die Rede, während ich ältere Berichte gefunden habe, die von rot-orange und orange-grün-leuchtenden Augen erzählen.

Außerdem wird dem Monster ein rotes, rundes Gesicht mit einem pik-förmigen Kopf nachgesagt. Der restliche Körper wird oft als grün beschrieben und soll laut einigen Quellen metallisch ausgesehen haben. Außerdem wird das Alien meist mit einer Art Kleid oder langem Rock dargestellt, was auf der Aussage einer Augenzeugin beruht.

Darin, ob das Monster Arme hat, waren sich die ursprünglichen Augenzeugen übrigens uneinig. In Zeichnungen und Skulpturen wird es aber meist mit dünnen Armen und klauenähnlichen Händen dargestellt.

Vorfall:

Anmerkung:

Ich habe mehrere Zeitungsartikel und einen Artikel des FATE Magazins, einem Magazin, das sich mit „realen“ unerklärlichen Erlebnissen beschäftigt, gelesen. Auch wenn es hierbei einige Widersprüche gab, werde ich versuchen, das Ereignis des 12. Septembers 1952, durch das das Flatwoods Monster bekanntgeworden ist, möglichst originalgetreu wiederzugeben.

Ablauf:

Gegen 19 Uhr am Abend des 12. Septembers 1952, als es gerade dunkel geworden war, spielten einige Jungen Football auf dem Schulhof der Flatwoods Elementary School. Das waren Edward „Eddie“ May (13), Freddie May (12), Neil Nunley (14) und Ronald „Ronny“ Shaver (10).

Das Spiel der Jungen wurde jedoch unterbrochen, als sie ein seltsames Objekt – entweder eine Art Feuerball oder eine „silberne Münze“ mit einem feurigen Schweif – am Himmel erblickt haben. Es soll auf einem nahen Hügel entweder normal gelandet sein oder eine Bruchlandung gemacht haben.

Neugierig, wie sie waren, entschieden sie, gemeinsam dorthin zu gehen, wobei sie am Haus von Eddies und Freddies Mutter, Kathleen May (32), vorbeigekommen sind. Sie haben ihr und Eugene „Gene“ Lemon (17), der gerade bei ihr zu Gast war, von dem Ereignis erzählt. (Eugene Lemon war trotz seines jungen Alters bereits Mitglied der Nationalgarde.)

Zuerst glaubten sie ihnen nicht. Als sie dann aber selbst ein rotes Leuchten auf dem Hügel gesehen haben, sollen sie entschieden haben, mitzugehen. Darüber, ob der Hund von Eugene Lemon ebenfalls dabei war (oder er überhaupt einen Hund hatte), habe ich verschiedene Aussagen gelesen.

Nachdem sie losgegangen waren, hat sich ihnen noch ein weiterer Junge, Tommy Hyer (10), angeschlossen.

Auf dem Hügel ist ihnen ein merkwürdiger Nebel entgegengekommen, der seltsam gerochen und leicht in Augen und Nase gebrannt hat. Dann ist ihnen in einiger Entfernung ein großes rundes Objekt aufgefallen, das gleichmäßig in einem roten Licht pulsiert haben soll.

Bald zog jedoch etwas zu ihrer Linken ihre Aufmerksamkeit auf sich: das Wesen, was später als Flatwoods Monster bekannt werden sollte. Zuerst sahen sie nur seine zwei leuchtenden Augen. Als sie es mit der Taschenlampe anleuchteten, bemerkten sie den roten Kopf und den grünen Körper.

Das Flatwoods Monster schien dabei jedoch auch sie bemerkt zu haben. Es ertönte eine Mischung aus einem hohen Kreischen und einem Fauchen, während es sich in einem Bogen Richtung leuchtender Kugel auf sie zubewegte. Dabei waren die Bewegungen sehr gleichmäßig – zu gleichmäßig für einen Gang, eher als würde es schweben oder gleiten.

Die Augenzeugen ergriffen daraufhin die Flucht. Sie kamen ohne weitere Zwischenfälle am Haus der Mays an. Es wurde von Schwindel und Übelkeit berichtet, was mit dem seltsamen Gas zusammenhängen könnte. Außerdem ist einer von ihnen bewusstlos geworden und musste mit Riechsalz aufgeweckt werden.

Nach der provisorischen ersten Hilfe riefen sie sofort den Sheriff. Der Sheriff war jedoch gerade unterwegs, weil er eine weitere merkwürdige Sichtung untersuchte: Ihm wurde ein brennendes Flugzug gemeldet, das einige Meilen entfernt abgestützt sein soll. Besagtes brennendes Flugzeug wurde jedoch nie gefunden und es gibt die Theorie, dass es sich um ein weiteres UFO gehandelt haben soll.

Etwa eine Stunde nach der Sichtung des Flatwoods Monsters erreichte der Sheriff schließlich den Ort der Sichtung. Er und ein Reporter berichteten ebenfalls von einem merkwürdigen Geruch in der Luft. Von dem „Raumschiff“, dem Flatwoods Monster oder dem seltsamen Nebel war jedoch nichts mehr zu sehen.

Ort des Geschehens:

Das Ereignis trug sich in dem kleinen Ort Flatwoods, West Virginia zu. Kurz darauf gab es weitere Sichtungen des Wesens in Orten in der Nähe, deren Glaubwürdigkeit jedoch zweifelhaft ist.

Ursprung:

Alle sieben Zeugen haben angeblich, obwohl sie getrennt voneinander vernommen wurden, sehr ähnliche Aussagen gemacht. Das deutet darauf hin, dass sie sich entweder in der kurzen Zeit sehr gut abgestimmt haben oder ihre Erlebnisse real waren.

Nach dem Vorfall hat sich das Ereignis jedenfalls wie ein Leuchtfeuer ausgebreitet, woraufhin es zahllose neue Zeugenaussagen gab, bei denen eine bizarrer und unglaubwürdiger war als die nächste. Die weiteren Aussagen können daher nicht wirklich ernstgenommen werden.

Trotzdem ist auffällig, dass viele Leute von einem seltsamen Licht im Himmel in besagter Nacht berichtet haben.

Aber auch, wenn sich das Flatwoods Monster kurze Zeit medialer Aufmerksamkeit erfreute – es steht auf Platz 11 der bekanntesten Nachrichtenberichte von 1952 – starb der Hype schnell wieder ab.

Erst, als die Junior Chamber of Commerce ein Fundraiser gestartet hat, bei denen sie kleine Flatwoods Monster Lampen verkauft haben, hat die urbane Legende eine neue Welle der Bekanntheit erlangt. Besagte Lampen sind auch heute noch neu erhältlich und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Außerdem zieht das kleine Örtchen Flatwoods seitdem zahlreiche Interessierte an. Es wirbt mit einem Flatwoods Monster Museum, diversen kleineren Attraktionen, die auf das Monster abgestimmt sind sowie dem Ortseingangsschild auf dem „Home of the Green Monster“ („Heimat des grünen Monsters“) zu lesen ist.

Generelles Interesse an Aliens und UFOs sowie das Internet dürften irgendwann ihr Übriges getan haben, wodurch das Flatwoods Monster heute zu einem weltweit bekannten Kryptiden zählt.

Erklärungsversuche für das vermeintliche Raumschiff des Flatwoods Monsters waren unter anderem ein Meteorit am Himmel.

Das Flatwoods Monster selbst soll hingegen laut Skeptikern lediglich eine Eule gewesen sein, die auf einem Baum saß.

Eine andere Theorie besagt, dass ein gasreicher Meteorit das seltsame Gas mit sich gebracht hat, welches wiederum zu Halluzinationen oder Sinnestäuschungen geführt haben soll.

Vier Jahre nach dem Vorfall erklärte Kathleen May, dass sie glaube, dass das „Wesen“ in Wirklichkeit ein neues Flugzeug oder Raumschiff der Regierung sei. Sie glaube nicht an Aliens, da es der „Schrift“ (wahrscheinlich meinte sie damit die Bibel) widerspreche. Trotzdem waren ihre Aussagen widersprüchlich, da es eine Zeichnung von 1952 gibt, die sie zur damaligen Zeit als „akkurate Darstellung“ bezeichnet hat. Sie sah jedoch keinesfalls aus wie eine Art Flugzeug oder Raumschiff.

Ob sie diese Aussage nun also wirklich geglaubt hat oder sich damit bloß vor weiteren Fragen von neugierigen Menschen retten wollte, ist nicht bekannt.

Inzwischen gibt es außerdem einen Dokumentarfilm über das Flatwoods Monster, diverse Auftritte in Videospielen und eine Folge der Fernsehserie „Project Blue Book – Die unheimlichen Fälle der U.S. Air Force“, die sich um das Wesen dreht.

Was haltet ihr von dem Flatwoods Monster? Glaubt ihr, dass es nur eine Erfindung war? Eine Sinnestäuschung? Oder war er vielleicht doch real? Und würdet ihr gerne gelegentlich über Außerirdische lesen oder soll ich beim Irdischen und Paranormalen bleiben? Schreibt es in die Kommentare!

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6 Kommentare

  1. RosesReallySmellLikePooPoo schreibt:

    Tolle Geschichte! Auch wenn ich mit Außerirdischen und allen möglichen Dingen aus dem All nicht sonderlich viel anfangen kann.
    Meine Schwester und meine Mutter glauben daran, dass es auf anderen Planeten deutlich intelligentere Wesen wie auf der Erde gibt.
    Ich bin skeptisch. Ich glaube gerne an Dinge, die ich auch selber gesehen und erlebt habe. Aber trotz allem verfolgen einen doch sehr oft solche Geschichten. Auch heute noch werden über irgendwelche UFO Sichtungen gesprochen…

    • Jeremie Michels schreibt:

      Optisch auf jeden Fall. Wirklich gruselig ist an Braxxie jedenfalls nichts (deswegen vllt. auch der niedliche Name ^^‘). Andererseits würde ich das sicherlich anders sehen, wenn er (?) mir begegnen würde. In mehreren Zeitungsartikeln hieß es jedenfalls, dass die Reporter selten eine so verängstigte Gruppe an Menschen gesehen hatten, wie die Augenzeugen. 🤔

  2. L1n4 schreibt:

    Tolle Geschichte, allerdings sind mir deine anderen irgendwie lieber.
    Ich finde die Theorie mit der Sinnestäuschung eigentlich am glaubwürdigsten.

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